Melanotaenia arfakensis

Auf der IRG-JHV 2013 erhielt ich von Hans Evers insgesamt 8 Melanotaenia arfakensis. Die Tiere stammen aus einer Gruppe, die Hans erst im Januar 2013 aus Neuguinea selbst mitgebracht hatte.

Es waren die ersten Wildfänge, die ich besitze. Erfreulicherweise konnte ich die Tiere schnell und unkompliziert vermehren und konnte auch bereits F1-Tiere abgeben.

Artbeschreibung

Zur Beschreibung dieser Art habe ich teilweise Informationen von Adrian R. Tappin, von seiner Website „HOME OF THE RAINBOWFISH“ übernommen und übersetzt.

An dieser Stelle vielen Dank an Adrian für die freundliche Genehmigung zur Übernahme von Texten und Bildern aus seiner Website.

Der Originaltext ist unter diesem Link zu finden.


Melanotaenia arfakensis

Allen, 1990
Arfak Regenbogenfisch Distribution & Habitat

Melanotaenia arfakensis wurden ursprünglich von Gerald Allen im Jahr 1989 am PRAFI Fluss gesammelt, etwa 20-30 Kilometer westlich von Manokwari, West-Papua.

Dieser Bereich ist auf der Westseite durch die Arfak Mountains begrenzt. Die Berge sind ein Wassereinzugsgebiet für mehrere Flusssysteme. Es gibt dort eine grosse Vielfalt an Tieren und Pflanzen, darunter Baumkängurus, Beutelratten und Kuskus (Kuskus (Phalanger) sind eine Gattung aus der Familie der Kletterbeutler (Phalangeridae)).

Der Arfak Bereich ist von historischer und wissenschaftlich Bedeutung als der Ort der ersten umfassenden zoologischen Expedition nach West-Papua (d’Albertis und Beccari, 1872 bis 1873).

Melanotaenia arfakensis ist derzeit von einer Reihe von Nebenflüssen des PRAFI Fluss-Systems einschließlich der Warmare, Aimasi und Nimbai bekannt. Darüber hinaus wurde Melanotaenia arfakensis aber auch in mehreren anderen Flüssen, nämlich der Kebar, Nuni, Asiti, Appi Atai gefunden. Die pH-Werte in allen Fundorten lagen zwischen 7.91 und 8.65.

Im Jahr 2007 wurden Melanotaenia arfakensis auch im Supsan Creek, einem Nebenfluss des PRAFI River (fließt durch Palmölplantagen) gesammelt. Das Wasser war klar, mit etwas pflanzlichen und tierischen Schwebe- und Sinkstoffen und langsam fließend, am Boden dominierte Kies. Die Wassertemperatur betrug 25,4 °C, der pH-Wert lag bei 7,85 und die Leitfähigkeit bei 267 µS.

Melanotaenia arfakensis lebt vorwiegend in Fließgewässern und wird am häufigsten unter überhängenden Pflanzen, im Unterwasser-Unterholz oder zwischen Zweigen in kleinen Nebenflüssen gefunden.

Er kann aber auch in Sümpfen und Lagunen gefunden werden.

Leider sind auch die natürlichen Lebensräume von Melanotaenia arfakensis durch Abholzung für Palmölplantagen und den Bau von Siedlungen bedroht. Bemerkungen

Lebende Tiere von Melanotaenia arfakensis wurden von Heiko Bleher im Jahr 1990 gesammelt und stehen seither in der internationalen Aquaristik zur Verfügung.

Anfang 2013 wurde Melanotaenia arfakensis von Hans Georg Evers gefangen und erneut nach Europa eingeführt (meine Wildfänge stammen aus dieser Einfuhr). Inzwischen wurden diese Tiere von verschiedenen Züchtern in der IRG erfolgreich vermehrt und der Bestand ist insofern zunächst einmal gesichert.

Haltung im Aquarium

Meine Gruppe (3/3) Melanotaenia arfakensis leben in einem 160-Liter-Becken (100x40x40) bei Temperaturen von durchschnittlich 23°C.

Das Becken hat einen Bodengrund aus nicht ganz so hellem Kies. Die Bepflanzung besteht aus Javafarn auf einer Wurzel, Crypthocorynen, Anubias und ein paar Echinodorus.

Ich verwende einen Mix aus 75% Regen und25 % (weichem) Leitungswasser. Der pH-Wert liegt bei ca. 6,8.

Obwohl es sich bei meinen Tieren um Wildfänge handelt, gab es von Anfang an keine Problem mit der Futteraufnahme. Meine Melanotaenia arfakensis sind nicht wählerisch und nahmen direkt Flockenfutter (Tetra Rubin), getrocknete rote Mückenlarven und Artemia SuperSoft, Größe 3 (Genzel) an.

Zwischendurch gibt es Frostfutter verschiedenster Art und im Sommer natürlich auch das, was mein „Futterwasser-Faß“ auf dem Hof so hergibt (z. B. Mückenlarven und Moina). Auch ausserhalb des Sommersfüttere ich gelegentlich Moina aus meiner Futterzucht.

Ich würde die Haltung als nicht schwierig einstufen, habe aber keine Erfahrung mit der Vergesellschaftung meiner Melanotaenia arfakensis mit anderen Arten.

Vermehrung

Die Vermehrung ist inzwischen mehrfach gelungen. Das geht aus meiner Sicht sehr einfach mit der bekannten und bewährten Wollmop-Methode.

Bei der Aufzucht der Jungtiere gibt es ein paar Klippen zu umschiffen, mit der gebotenen Sorgfalt geht das aber im großen und Ganzen ebenfalls recht problemlos.

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