Melanotaenia multiradiata

Melanotaenia multiradiata (Wildfang-Männchen) – Foto: Rüdiger Bäcker
Melanotaenia multiradiata (Wildfang-Weibchen) – Foto: Rüdiger Bäcker

Allen, Unmack und Hadiaty 2014 – Moswaren Regenbogenfisch

Meine Tiere stammen aus einer Expedition von Hans Evers, dessen Wildfanggruppe ich inzwischen in meine Obhut genommen habe.

Zunächst wurden die Tiere unter der Bezeichnung „Melanotaenia spec. Moswaren“ geführt.  Allen, Unmack, Hadiaty beschrieben dann 2014 u. a. die Melanotaenia multiradiata (Aqua, International Journal of Ichthyology – vol. 20 # 3 – 29th July 2014 pg 139-158 Three new species of Rainbowfishes (Melanotaeniidae) from the Birds Head Peninsula, West Papua Province, Indonesia – Allen, Unmack, Hadiaty.)

Ziel ist es, die Tiere zu vermehren und möglichst lange im Hobby zu erhalten.

Ich hatte bereits eine Gruppe von F1-Tieren, allerdings nur ein Männchen, welches leider nicht für Nachwuchs gesorgt hat.

Mit der Wildfanggruppe wird nun ein neuer Versuch gestartet.

Später sollen dann die verbliebenen F1-Weibchen mit den anderen Tieren rückgekreuzt werden.

Melanotaenia multiradiata ist sicher kein Farbwunder, aber „schlicht schön schlicht“ hat auch was. Auch die Grösse der Tiere ist beeindruckend, das Alpha-Männchen hat gute 15 cm!

Fundort

Der einzige Fundort von Melanotaenia multiradiata ist zur Zeit der Sisiah Creek in der Nähe vom Dorf Moswaren. Es liegt in der Nähe der Südküste von West Papua.

Der Fundort besteht aus einem 15-20 m breiten Strom mit Tiefen bis zu 2 m mit langsamer bis mittlerer Fließgeschwindigkeit. Der Bodengrund vom Fundort besteht aus Kalkstein. Beschreibung

Das Männchen von Melanotaenia multiradiata ist auf der Oberseite in Richtung blaugrünbraun und auf der Unterseite eher weißlich gefärbt.

Ein hellerer, manchmal gelblich/schwarz erscheinender Mittelstreifen geht vom Auge über den Kiemendeckel bis hin zur Schwanzflosse.

Die Strahlen der Rückenflosse und Afterflosse sind hellbraun. Der Flossenrand der Rückenflosse verfügt über einen weißen Saum und endet manchmal gelblich (bei mir ist dies beim Alpha-Männchen so). Die Schwanzflosse ist dunkel bis leicht schwarz und die Brust- und Bauchflossen sind durchscheinend.

Das Weibchen ist wie fast immer bei den Regenbogenfischen eher unscheinbar gefärbt, sie sehen eher silbrig/weiß aus. Die Weibchen sind auch kleiner. Die Flossen sind farblos, die Rückenflosse verfügt aber über einen schwarz/weißen Saum am Außenrand.

Bei den Weibchen ist der der Mittelstreifen durchgängig schwarz gefärbt.

Augen und Kiemendeckel erscheinen leicht gelblich. Video

Ein Video der Tiere, 3 Tage nach dem Einsetzen in die neue Heimat gibt es auf der nächsten Seite.

Nach der Eingewöhnung

Eine Woche nach der Eingewöhnung zeigt sich ein Männchen in voller Pracht.

Melanotaenia multiradiata – Männchen – Foto: Rüdiger Bäcker

Stand 02/2020

Die Wildfangruppe hat sich in einem 570-Liter Artenbecken sehr gut eingelebt und sehr schnell für Nachwuchs gesorgt. Interessanterweise haben die Alttiere die Jungtiere im Becken nicht angetastet. Es ist so sehr schnell eine neue F1-Gruppe entstanden. Diese habe ich dann zunächst mit meinen schon vorhandenen F1-Tieren verpaart. Auch dort wurde im Becken Nachwuchs „produziert“. Die neue F1-Gruppe hat die Jungen aber gefressen. Inzwischen schwimmt die gesamte Gruppe im 570-Liter-Artenbecken und ich setze aus der Gruppe immer wieder einmal Tiere zur Zucht an. So wurde einerseits der eigene Stamm erweitert und erhalten, andererseits konnten auch Nachzuchten an andere Regenbogenfisch-Liebhaber abgegeben werden.

Video des Naturhabitats

https://www.youtube.com/watch?v=4y9fD4iMwkM

Literatur

Adrian Tappin´s Home of Rainbowfish – Beschreibung Melanotaenia multiradiata